PLACE - PROFESSIONALISIERUNG ANGEHENDER LEHRKRÄFTE FÜR DIE SPRACHLICHE FÖRDERUNG UND PÄDAGOGISCHE BEGLEITUNG VON KINDERN UND JUGENDLICHEN MIT FLUCHTHINTERGRUND

Projekt

Das Kooperationsprojekt der Universität Heidelberg und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Rahmen der Heidelberg School of Education (HSE) zielt darauf ab, Studierenden der lehramtsbezogenen Studiengänge beider Hochschulen theoretische und praxisorientierte Kompetenzen zu vermitteln, die für den Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit Fluchtbiografie relevant sind.

Das einsemestrige Qualifikationsangebot widmet sich den übergeordneten Fragen:

  • Wie können diese Lernenden bei der (Schul-)Integration sprachlich gefördert und emotional begleitet werden?
  • Wie kann kulturelle Vielfalt im Unterricht und im Schulleben als Chance für alle wahrgenommen werden?

Eine professionelle Auseinandersetzung mit diesem intersektionalen Thema erfordert Kompetenzen aus verschiedenen Disziplinen. Daher gliedert sich das Projekt in drei aufeinander abgestimmte Einheiten, die wissenschaftlich begleitet werden.

Einheit 1: Deutsch als Zweitsprache
Struktur und Erwerb des Deutschen als Zweitsprache
Jun.-Prof. Dr. Giulio Pagonis, Hana Klages, M.A., Elena Kauselmann
Didaktik des Deutschen als Zweitsprache
Anamarija Penzes, M.A., Jun.-Prof. Dr. Katrin Biebighäuser

Einheit 2: Lernbegleitung junger Geflüchteter in deutschen Schulen
Theorie zu Migration und ihren Auswirkungen auf das Schulsystem sowie zu den Lernbedingungen dieser Jugendlichen
Prof. Dr. Ingrid Dietrich, Prof. Dr. Anne Sliwka
Individuelle Lernbegleitung und -förderung

Einheit 3: Begleitung junger Geflüchteter unter traumapädagogischen Gesichtspunkten
Dr. Ramona Thümmler

Die Teilnehmer:innen dieses Qualifikationsangebots erwerben Lehrkompetenzen im pädagogischen, interkulturellen und sprachdidaktischen Bereich, die in Schulen einer Einwanderungsgesellschaft unabdingbar sind.

Kooperationspartner:innen

Jun.-Prof. Dr. Katrin Biebighäuser · Prof. Dr. Ingrid Dietrich · Sissy Geider · Hannah Klages · Prof. Dr. Giulio Pagonis · Prof. Dr. Anne Sliwka
Universität Heidelberg und Pädagogische Hochschule Heidelberg

Förderung

  • Ministerium für Wissenschaft und Kultus Baden-Württemberg
  • Heidelberg School of Education (HSE)

Publikationen

  • Thümmler, R. (2020). Die Traumapädagogische Interaktionsanalyse als möglicher methodischer Zugang zur Selbstreflexion. ESE – Emotionale und Soziale Entwicklung in der Pädagogik der Erziehungshilfe und bei Verhaltensstörungen, 2, 184–193.
  • Thümmler, R. (2017). Begegnungen verändern. Qualifizierung von Lehrkräften zum Thema Migration. In Fokus Lehrerbildung, Blog der Heidelberg School of Education. https://hse.hypotheses.org/716

Präsentationen

  • Thümmler, R. (2023, Juni): Reflexionsmethoden als Bausteine gelingender Lehrer*innen-Schüler*innen-Interaktion – Die traumapädagogische Interaktionsanalyse. Vortrag im Seminar an der Universität Bielefeld.
  • Thümmler, R. (2018, Februar). Professionalisierung angehender Lehrkräfte für die pädagogische Begleitung geflüchteter Jugendlicher. Vortrag im Rahmen der 32. Internationalen Jahrestagung der Inklusionsforscher*innen, Gießen.
  • Thümmler, R. (2017, Juli). Professionalisierung angehender Lehrkräfte für die pädagogische Begleitung geflüchteter Jugendlicher. Vortrag im Rahmen der Dozierendentagung der Lehrenden im Förderschwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung, Universität Dortmund.